Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance
4,8 Meter Länge, 70 Zentimeter Wattiefe, Leiterrahmen und eine gewisse Unzerstörbarkeit – das ist ein Land Cruiser.
 
Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Hinter der seitlich zu öffnenden „Heckgarage“ verschwinden 1.934 Liter an Ladegut – insgesamt ein Raumwunder! Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin
Toyota Land Cruiser 2,8 D-4D Elegance Foto: Werner Christl/Weekend Magazin

Sein Terrain beginnt zum Teil dort, wo andere den Bergschuh auspacken, Steine zu Felsen werden und die Straßen in den Landkarten nicht mehr verzeichnet sind. Aber auch mit 140 auf der Autobahn fährt sich das 4,8 Meter ­lange Ding extrem gut! Zugegeben: afghanische Outbackverhältnisse haben wir in Österreich nicht. Jedoch, man könnte, wenn man wollte! Nicht nur die Bodenfreiheit von 215 Millimeter, auch die Wattiefe von 70 Zentimetern würde die Durchquerung eines krokodilverseuchten Flusses erlauben. Also los! Ich kenne da einen Waldweg mit vielen schönen großen Steinen. Dort im dunklen Wald, dürfen bei Tests nur echte Geländewagen hin. Eben nur solche, wie der Land Cruiser. Kein SUV mit „Möchtegernimgeländefahren-Genen“. Einer mit einem Leiterrahmen und aufgesetzter Karosserie, die noch dazu mit hochfesten Stahlblechen besetzt ist, bügelt die schroffe Natur einfach weg. Dazu kommen, je nach Ausstattungsvariante, noch das Multi-Terrain-­Select System mit fünf vordefinierten Geländemodi, eine „Rundumkamera“, damit man nicht immer den Kopf beim Fenster rausstrecken muss, die Lenk-/Neigungsanzeige und natürlich auch eine Bergabfahr­kontrolle. Dann hätten wir das Crawl-Control-System, welches den Land Cruiser im Gelände, ohne Zutun des Fahrers werken lässt. Man konzentriert sich einfach aufs Lenken. Allrad­antrieb und Zentraldifferenzial sind ohnehin klar!“

Standhaftigkeit. Ist Toyotas großer Geländewagen wirklich so standfest wie allgemein gesagt wird? Ein Beispiel: Während die Hub­räume immer kleiner werden und im Gegenzug die PS immer mehr, kommen Zweifel auf, ob das der Haltbarkeit dient. Der Land Cruiser fährt mit einem „nur“ 177 PS-starken Vierzylinder-Diesel vor, der mit 2,8 Litern Hubraum glänzt. So ein Motor, noch dazu aus dem Hause Toyota, hält in der Regel einiges aus und ist kaum umzubringen. Also ein eindeutiges „Ja“.

Normalbetrieb. Tatsächlich wird ein Land Cruiser aber nicht im Wald, sondern auf normalen Straßen bewegt. Dort verhilft das hydrau­lische Fahrwerk zu mehr Komfort und Bodenhaftung. Die 6-Gang-Auto­matik ist vielleicht nicht die schnellste der Welt, schaltet aber sanft. Beim Verbrauch gibt Toyota 7,4 Liter im Schnitt an. Im Test waren es immer um die 10 Liter. Die volle Punktezahl gibt es für die Platzverhältnisse. Fast 2.000 Liter Ladevolumen im Kofferraum sowie perfekte Platzverhältnisse für alle Passagiere! Das Cockpit ist zwar nicht unbedingt ein Designer-Happen, aber gut gelungen und hinterlässt ­einen sehr soliden Eindruck der absoluten Langlebigkeit.

Fazit. Einen 5-türigen Land Cruiser fährt man schon ab EUR 48.465,–. Das Testfahrzeug in der Elegance-Ausstattung mit zusätzlicher Sonderausstattung wie Leder oder LED-Tagfahrlicht kommt auf EUR 75.079,–. Der Land Cruiser ist ein sehr robustes Auto, das eine enorme Wertstabilität bietet, für Langstrecken absolut geeignet ist und eigentlich viel Komfort und Platz bietet. Wer allerdings auf kleine Parkplätze in der City steht, sollte eher aufs Land ziehen, um einen Land Cruiser zu fahren.

Mehr zum Thema: