Toyota RAV4 Hybrid
0 – 100 in 8,3 Sekunden, Systemleistung 197 PS und damit der stärkste RAV4 aller Zeiten.
Foto: Hersteller
Der RAV4 Hybrid fährt in der City auch im EV-Modus (max. 50 km/h) und damit rein elektrisch, was logischerweise den Verbrauch drückt. Foto: Hersteller
Toyota RAV4 Hybrid Foto: Hersteller
Toyota RAV4 Hybrid Foto: Hersteller
Foto: Weekend /Werner Christl
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Der neue RAV4 Hybrid ist ein gutes Beispiel dafür, wohin die Hybridreise geht. Was kann also ein Vollhybrid, und wo liegen Vor- und Nach­teile? Ein Pluspunkt: Beim Elektro-Hybridler zahlt man in Österreich nur für den Verbrennungsmotor Versicherungssteuer. Die zusätzlichen Pferdestärken sind quasi ein Geschenk. Im Falle des RAV4 Hybrid haben wir eine Systemleistung von Benziner und Elektromotoren von 197 PS. Die Versicherungssteuer wird aber nur für die 155 Pferde aus dem 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner berechnet! Auch der CO2-Ausstoß ist gering. 117 Gramm auf 100 Kilometer sind für ein SUV dieser Größe, inklusive Allradantrieb und fast 200 PS, ein wirklich guter Wert. Dementsprechend gering ist der Verbrauch. Toyota gibt fünf Liter kombiniert an. Im Test waren es 7,5. Die fünf Liter gelten praktisch sowohl für die Landstraße als auch die Stadt. Der Hintergrund: Seine Stärke spielt der Hybrid vor allem im Stadtbereich aus, weil hier der Hybridantrieb am effektivsten arbeitet. Und warum ist das so?

So funktioniert ein Hybrid. Ein Beispiel: Der RAV4 Hybrid fährt in der City auch im EV-Modus (max. 50 km/h) und damit rein elektrisch, was logischerweise den Verbrauch drückt. Vor allem wird aber beim starken Beschleunigen aus dem Stand der E-Antrieb mit dem Benziner kombiniert, was wieder mit geringerem Verbrauch quittiert wird. Und im Stadtbetrieb lädt das System beim Bremsen oder wenn der Fahrer vom Gas geht, die Batterien. Alles in allem wirkt sich Hybridtechnik vor allem bei Stadtfahrten besonders positiv auf den Verbrauch aus. Und die Nachteile? Sagen wir es so: Natürlich haben Elektromotoren und Batterien ein zusätzliches Gewicht, welches überall dort, wo der Hybridantrieb nicht so oft zum Einsatz kommt, den Verbrauch in die Höhe treibt. Wer also regelmäßig „Rennen“ auf der Autobahn fährt, ist nicht unbedingt Ziel­gruppe. Was jedoch nicht heißt, dass die Hybridtechnik bei höheren Geschwindigkeiten nicht zum Tragen kommt. Elektromotor und Bremsenergierückgewinnung arbeiten ja immer im Hintergrund. Daraus erkennt man schon, für wen sich ein Vollhybrid eignet. Für alle, die nicht nur auf Autobahnen ihr Unwesen treiben, ihre CO2-Bilanz „rein halten“ wollen, lautlos im EV-Modus gleiten möchten und jene, die dem Finanzamt weniger Versicherungssteuern gönnen. 

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