Emergency Room legte den Grundstein für andere Arztserien Foto: NG Collection / Interfoto / picturedesk.com

Forscher bestätigen: Serienkonsum und die Wahl des Berufes sind eng miteinander verknüpft. Dabei konnte man feststellen, dass Dokusoaps einen noch stärkeren Einfluss haben als rein fiktive Serien. In Belgien beispielsweise wollten nach einer Serie, in der die Hauptperson Innenarchitekt war, plötzlich auffällig viele Jugendliche diesen Beruf ergreifen und meldeten sich dafür an der Uni an. Welche Serien wohl sonst noch prägend waren?

1. Emergency Room

Der Klassiker unter den Arztserien: Emergency Room. Von1994 bis 2009 lief die Serie, die in der Notaufnahme eines Chicagoer Krankenhauses spielte. Die Serie gilt als eine der wichtigsten und erfolgreichsten Serien aller Zeiten und gewann etliche Golden Globes und Emmys. Und E.R. ist auch eine der längsten und teuersten Serien der Fernsehgeschichte. Emergency Room ist die Mutter alles Arztserien. Bei Start der Serie war das schnelle Tempo, die Kameraführung, der Gebrauch medizinischer Fachausdrücke ein völliges Novum, die Einschaltquoten gaben der Serie aber Recht. Und nicht wenige Mediziner wurden dank dieser Serie in ihrer Entscheidung bestärkt, Medizin zu studieren.

Besonders in Erinnerung geblieben sind uns in dieser Serie George Clooney als Dr. Doug Ross. Mit dieser Serie hatte er auch seinen Durchbruch als Schauspieler, von Staffel eins bis fünf war er mit dabei. Der ebenfalls sehr beliebte Noah Wyle als Dr. John T. Carter spielte sogar bis Staffel elf mit.

2. Dr. House

Eine Arztserie, in der der Arzt einmal nicht völlig idealisiert dargestellt wird. Na ganz normal aber auch nicht. Doch High Laurie alias Dr. House überzeugt selbst Medizinprofessoren. Und sie müssen zugeben: In den aktuellen amerikanischen Arztserien sind kaum medizinische Fehler vorzufinden, die Produktionsfirmen hätten ein viel größeres Budget als europäische Firmen und könnten sich so qualifizierte Berater leisten. Und auch sonst sind heutige Arztserien nicht mehr ganz so übertrieben, wird ein Patient wiederbelebt, überlebt er ähnlich oft, wie es in der Realität der Fall gewesen wäre, nämlich in 46 von 100 Fällen.

Bei dem Alter der Patienten wurde übrigens getrickst, die sind in Serien meist Mitte 30, im realen Krankenhausalltag aber ist der Groß0teil der Patienten zwischen 65 und 75 Jahre alt. Irgendwie beruhigend …

Dr. House kommt aber immer mal wieder an Unis als Lehrbeispiel auf den Bildschirm, da junge Medizinstudenten von den faszinierenden Fällen von Dr. House tatsächlich etwas lernen können und in einer Folge gleich mehrere, ineinander verkettete Krankheiten vorkommen. Auch wenn so eine geballte Häufigkeit an Krankheiten im realen Leben eher selten ist, können Medizinstudenten von einer Stunde mit Dr. House durchaus profitieren.

3. CSI

Es gibt ihn, den CSI-Effekt. In den USA konnten Wissenschaftler feststellen, dass Geschworene eher dazu neigen Angeklagte freizusprechen, wenn in ihren Augen zu wenig forensische Beweise gefunden wurden. Auch sind die Einschreibungen für forensische Studiengänge kurz nach Beginn der Serie CSI stark angestiegen. Das originale CSI: Vegas feierte 2000 Premiere und begeisterte die Zuseher ganze 15 Jahre lang. Die drei Ableger liefen ebenfalls bis 2015 herum. Stars wie William Peterson als Grissom oder Marg Helgenberg als Catherine begleiteten die Besucher zuverlässig über all die Jahre hinweg. Im Ableger, der in Miami spielte, begeisterte David Caruso als Horatio Caine, ein Held, der immer zur Stelle war.

4. Law & Order

Bereits seit 1990 flimmerte "Law & Order" über die Fernsehschirme, 2010 wurde die Serie dann eingestellt. Der Ableger "Law & Order: Special Vitcitms Unit" wird aber noch nach wie vor produziert. "Law & Order" ist dafür bekannt, realitätsnah die Arbeit der Polizei und der Staatsanwaltschaft darzustellen. Die meisten Fälle, die in der Serie verhandelt werden, sind der Tageszeitung entnommen, also tatsächlich so passiert. Die Serie hat zahlreiche Emmys gewonnen und gilt als eine der einflussreichsten Krimiserien überhaupt. Sie hat somit nicht nur die Serienwelt beeinflusst, sondern auch viele junge Zuseher, die sich dank ihrer Serienhelden für eine Laufbahn als Polizist oder Anwalt entschieden haben. Chris Noth als Junior Detective Mike Logan hat da sicher sein übriges dazu getan.

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Chris Noth und Kollegen entgeht nichts Foto: Everett Collection / picturedesk.com

5. Bones – Die Knochenjägerin

Ganz neu waren Gerichtsmedizinserien nicht mehr, als "Bones – Die Knochenjägerin" im Jahr 2005 startete. Denn seit in der Serie "Quincy" im Jahr 1995 erstmals die dunklen Keller der Gerichtsmedizin als Ermittlungsort gezeigt wurden, fand das Publikum Gefallen daran. In Bones brilliert die forensische Antrhopologin und leistet bei der Aufklärung der Fälle unschätzbare Hilfe. Also wenn Emily Deschanel als Bones das Interesse an Anthropologie und Gerichtsmedizin nicht verstärken kann, dann …

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