Robbie Williams wohnt Tür an Tür mit Led Zeppelin-Gitarrist Jimmy Page Foto: Nick Ansell/PA/picturedesk.com

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Das wusste bereits Friedrich Schiller im Jahr 1804. Dafür sechs eindrucksvolle Beispiele aus der Welt der Stars.

1. Josh Radnor: Der Provokante

Man könnte meinen, dass sich Menschen über prominente Anrainer freuen. Der "How I Met Your Mother"-Star hat da ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Nachbarn fühlten sich von dem Schauspieler belästigt und zogen deshalb vor Gericht. Das Ergebnis: eine Weisung, dass Josh Radnor ihnen nicht näher als sieben Yards (ungefähr 6,5 Meter) kommen darf. Begonnen hat alles damit, dass der Star eine Dachterrasse baute, ohne zuvor eine Erlaubnis einzuholen. Woraufhin die Nachbarn beim Gericht erwirkten, dass ein Teil der Terrasse wieder entfernt werden muss. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, da der Schauspieler Gegenklage einreichte, um seine kleine Erholungsoase zu sichern. Radnor soll laut seinen Nachbarn damit begonnen haben, ihr Leben massiv zu stören und ständig Fotos von ihnen zu machen. Schenkt man ihnen Glauben, sollen der Schauspieler und sein Mitbewohner sie regelmäßig beschimpfen und anschreien. Die Nachbarn bemängeln weiters, dass Radnor sich häufig mit nacktem Oberkörper auf seiner Terrasse zeigen würde. Ob er gegen die einstweilige Verfügung Einspruch erhebt, ist offen. Langweilig wird es ihm mit diesen Anrainern jedenfalls so bald bestimmt nicht.

2. Orlando Bloom: Der Genervte

Der Schauspieler nannte ein schickes New Yorker Apartment sein eigen. Auf seine Ex-Nachbarin ist er allerdings ganz und gar nicht gut zu sprechen - und das, wo sie doch selbst eine Prominente ist. Als Orlando die Wohnung kaufte, ahnte er noch nicht, was auf ihn zukommt. Taylor Swift zog in die Nachbarschaft, und mit ihr kamen die Paparazzi. Der Schauspieler legt sehr viel Wert auf seine Privatsphäre und hat wenig Lust auf ein Blitzlichtgewitter vor der Haustür. Die Promi-Partys der berühmten Nachbarin, bei denen Stars wie Beyoncé und Justin Timberlake zu Gast waren, verlockten die Fotografen dazu, vor dem Haus zu kampieren. Orlando zog die Konsequenzen und verkaufte sein luxuriöses Apartment schweren Herzens. Auch wenn ihm der Verkauf einen ordentlichen Profit bescherte, und somit nur seine Nerven unter dem Nachbarschaftsstreit zu leiden hatten, soll der Schauspieler nach wie vor nicht gut auf seine Ex-Nachbarin zu sprechen sein. Wo es Orlando Bloom hinverschlagen hat, ist nicht bekannt. Eines dürfte jedoch klar sein: Wohl nicht in die Nähe von Taylor Swift.

3. Robbie Williams: Der zuletzt lacht

Der Sänger hat einen ebenso bekannten Nachbarn - nämlich Led-Zeppelin-Gitarristen Jimmy Page. Man könnte meinen, dass die beiden Musiker sich prächtig verstehen müssten, aber dem ist nicht so. Jahrelang stritten die beiden Nachbarn darüber, ob Robbie Williams in seiner Londoner Villa einen unterirdischen Pool bauen darf. Nachbar Page befürchtete, dass seine herrschaftliche Villa mit Buntglas und dekorativen Fassadenverzierungen unter den Bauarbeiten im Nachbargebäude leiden könnte und unternahm alles, um die Pläne seines Nachbarn zu unterbinden. Bei einem Treffen in Kensington wurde die Entscheidung über die Baugenehmigung mehrmals verschoben. Die beiden betroffenen Gebäude stehen nur knapp 13 Meter voneinander entfernt. "Mein Zuhause wurde von William Burges entworfen, einem der größten Architekten des 19. Jahrhunderts. Bereits kleinste Erschütterungen könnten das Gebäude schädigen", betonte Page. Der Musiker verzichtet aus diesem Grund auch, in seinen vier Wänden E-Gitarre zu spielen, um zu starke Vibrationen zu vermeiden. Im Dezember bekam Williams endlich die Erlaubnis, die Umbauarbeiten in seiner Villa durchzuführen. Die Entscheidung des Stadtplanungsausschusses in Kensington ist aber an die Bedingung geknüpft, dass die Schwingungen und Bodenbewegungen während des Baus von einem unabhängigen Gutachter überwacht werden und jederzeit gestoppt werden können.

4. Mark Zuckerberg: Der Private

Der Facebook-Gründer hat sich vor einigen Jahren um fast 100 Millionen Franken eine Traumvilla inklusive Meerblick geleistet. Eben diese traumhafte Aussicht ist aber der Grund für eine Nachbarschaftsfehde. Zuckerberg möchte nämlich eine zwei Meter hohe Mauer rund um sein Grundstück ziehen lassen, um seine Privatsphäre zu schützen. Dieses Vorhaben hätte aber zur Folge, dass seinen Nachbarn der freie Blick aufs Meer versperrt würde. In einer hawaiianischen Zeitung ließen die Betroffenen ihrem Unmut freien Lauf: "Es ist traurig, dass hier jemand einfach daherkommt, ein riesiges Stück Land kauft und als allererstes den traumhaften Ausblick zerstört, den eine ganze Gemeinschaft über Jahre genossen hat."

Das ist aber nicht der einzige Nachbarschaftsstreit, den Zuckerberg ausfechten muss. In seinem Hauptwohnort Palo Alto Zoff hat der Milliardär ebenfalls seine Probleme. Hier kaufte er vier Häuser, die an sein Grundstück angrenzen, um seine Privatsphäre zu schützen. Bei den restlichen Nachbarn kam diese Aktion nicht sonderlich gut an. Zumindest dürfte er damit das Problem, über das sich ein Nachbar in einem offenen Brief beschwerte, gelöst haben. Diesen regte es nämlich auf, dass Zuckerbergs Security-Firma fast alle Parkplätze mit ihren silbernen SUVs besetzte.

Nachbarschaftsstreit Mark Zuckerberg
Zuckerberg lebt privat nach dem Motto: My home is my castle Foto: -/AFP/picturedesk.com

5. Justin Bieber: Der Aggressive

Auch der Sänger hat offenbar ein Händchen dafür, seine Nachbarn auf die Palme zu bringen. Nachdem sich ein Anwohner mehrmals über den Lärm bei Bieber beschwert hatte, eskalierte die Situation. Justin bewarf das Haus des Nachbarn mit Eiern und bespuckte ihn. Der betroffene Nachbar, der mittlerweile weggezogen ist, ließ sich das nicht gefallen und verklagte ihn. Fazit für Bieber: Er bekam eine zweijährige Bewährungsstrafe sowie Sozialdienst und einen Aggressionsbewältigungskurs verpasst.

6. Salma Hayek: Die Geschockte

Die Schauspielerin erlebte sicher den mit Abstand schlimmsten Nachbarschaftsstreit, den man sich denken kann. Denn die Probleme mit ihrem Nachbarn in Washington endeten tödlich. Mozart, der Hund von Hayek, betrat immer wieder das Grundstück nebenan, worüber der Grundstücksbesitzer sich schrecklich aufregte. Er griff, als das Tier sich wieder auf seinen Grund und Boden begab, zum Luftdruckgewehr und erschoss das Tier. Dieses Problem hätte man sicher auch anders lösen können - verständlich, dass Salma Hayek von dieser Tat geschockt war!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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